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Die Entscheidung ein Segelschiff zu kaufen und damit um die Welt zu segeln fiel am 13. Juli 2005. Seit diesem Tag ist nichts mehr wie es vorher war.

Wir wollten eine Segelyacht von mindestens zehn Meter Länge, je länger desto besser. Im Internet wurden wir unter www.boatshop24.de schnell fündig. Allerdings entsprachen nur sehr wenige Schiffe unseren Anforderungen. In den ersten Wochen waren wir jede freie Minute in Holland, Belgien oder Norddeutschland unterwegs um uns nach einer entsprechenden Segelyacht umzuschauen.

Das erste besichtigte Schiff klang gut: rund elf Meter lang, sehr gepflegt und erstklassig ausgestattet mit Radar, GPS und vielem mehr. Mit dem Besitzer vereinbarten wir kurzfristig einen Besichtigungstermin. Und tatsächlich, auf den ersten Blick machte die Yacht keinen schlechten Eindruck. Doch kaum betraten wir das Innere, schlug uns ein muffiger Geruch entgegen. Wasserflecken bestätigten den Eindruck. Die beschriebene Ausstattung war eine glatte Lüge. Einzig einige Radarreflektoren waren an Bord. Das Steuerrad war so angebracht, dass man keinesfalls dahinter stehen und steuern konnte. Dafür gab es einen Relingsstuhl. Der Innensteuerstand wurde zudem als Garderobe genutzt. Und darauf war der Besitzer auch noch stolz! Wir verabschiedeten uns recht bald, denn eines war klar: dieses Schiff taugte einzig um im Hafen herumzuliegen. Wenige Tage später meldete sich der Besitzer erneut. Auf unsere Absage meinte er nur: „Jetzt bin ich 600 Kilometer umsonst gefahren!“ Dann knallte er den Hörer auf die Gabel.

Um eine Erfahrung reicher suchten wir weiter nach der zukünftigen „Magugn“. Aber irgendwas gefiel uns meist nicht. Und bei den Schiffen, die wir gerne gehabt hätten, war der Preis für unsere Verhältnisse zu hoch. Es dauerte jedoch nicht lange, bis wir fündig wurden. Mitte August besichtigten wir die damalige „Hanna M“. Es passte alles zusammen. Die Größe stimmte, die Ausstattung war alt aber gut und der Preis war auch im Rahmen. Auf der Rückfahrt über die Autobahn erwägten wir das Für und Wider, hauptsächlich jedoch das Für. Als wir bemerkten, dass wir seit über 50 Kilometern in die falsche Richtung fuhren wussten wir: „Das wird unser Schiff!“. Bei einer  zweiten Besichtung stellten wir einen Osmosebefall fest. Doch unsere Entscheidung stand fest. Am 29. September 2005 ging die „MAGUGN“ in unseren Besitz über.